DIE POLIZEI: DEIN FREUND UND HELFER

Nachdem wir wieder auf die Schotterpiste der Ruta 40 zurück gekommen waren, war das Glück endlich mal auf unserer Seite: Guter Wind, nicht zu stark, nicht zu schwach und aus der richtigen Richtung — endlich konnten wir Strecke machen!

Segeln in die ferne

Eine große Steigung machte aber bald unser Vorankommen unmöglich. Der Wind war zu schwach, um das Boot mit knapp einer Tonne Eigengewicht den Berg hinauf zu schieben und um somit die hundert 150 Höhenmeter zu bewältigen. Selbst durch Schieben hätten wir, aufgrund des starken Rollwiederstands auf der Schotterpiste, kaum eine Chance gehabt diesen Berg ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Mein Plan war es deshalb, so weit zu segeln bis die Kraft des Windes nicht mehr ausreichen würde. Ich hatte die Hoffnung, dass einer der wenigen Autofahrer, die hier stündlich an uns vorbei fuhren (bei denen wir ohnehin für große Aufmerksamkeit sorgten) anhalten würde und uns helfen würde, das Boot den Berg hinauf zu schleppen.

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Vor Beginn der Segeltour war meine größte Befürchtung gewesen, dass die Polizei mein Projekt stoppen und uns keine Genehmigung erteilen würde, weiter zu segeln. Dass es jedoch ganz anders kommen könnte und uns die Polizei sogar behilflich sein könnte, indem sie uns diesen Berg hinauf schleppen sollte, damit hatte ich nicht gerechnet gehabt…
Noch absurder wurde es am Abend: Wir durften vor der Polizeistation, die fernab jeglicher Zivilisation lag und nur durch einen Polizisten dauerhaft besetzt ist, unsere Zelte aufschlagen. Da ich immer noch angeschlagen war, konnte ich sogar in der Polizeistation übernachten, um mich besser auskurieren zu können…
Ein Freund des Polizisten, der für zwei Tage zu Besuch war, um zu angeln, kam am Abend mit fetter Beute zurück: 12 Lachse. Diese wurden zu einem leckeren Abendessen für alle zubereitet.
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Wir zeigten Fabian — dem hilfsbereiten Polizisten — das Filmmaterial, das wir an diesem Tag gedreht hatten und er war sehr stolz darauf, dass er uns helfen konnte und sogar dabei gefilmt wurde. Es ging so weit, dass wir ihm anboten am nächsten Tag ein keines Foto-Shooting mit ihm zu machen, damit er einige gute Bilder für sich haben würde.
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Nach diesem ereignisreichen und windigen Tag war für die nächsten Tage leider wieder Windstille vorhergesagt…
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